Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.
Quelle: DVW

Die Lebenserwartung in Deutschland verlängert sich kontinuierlich. Ob wir beim Altern gesund und fit bleiben, hängt auch mit unserem individuellen Lebensstil zusammen. Jeder kann selbst etwas dafür tun, mit Freude und bei guter Gesundheit den (Un-)Ruhestand zu genießen. Ein aktiver Lebensstil mit ausreichend Bewegung und einer gesunden, ausgewogenen Ernährung sind wichtige Schutzfaktoren vor vielen Krankheiten und helfen, mobil zu bleiben.

Wer sich ausreichend bewegt, fördert seine körperliche Gesundheit und sein geistiges Wohlbefinden. Beim Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen kommt der Kreislauf in Schwung, das Immunsystem wird gestärkt und der Bewegungsapparat gefördert. Auch Einschränkungen in der Beweglichkeit, die wir alle mit zunehmendem Alter erleben, wird entgegengewirkt, und damit eine wichtige Voraussetzung für unsere Teilnahme am Straßenverkehr erfüllt.

Eine gute Beweglichkeit ist für das sichere Bedienen eines Fahrzeugs enorm wichtig – sei es für den Schulterblick, das Lenken oder das Pedalieren. Bereits kleine Einschränkungen können dazu führen, dass das Auto oder das Fahrrad nicht mehr in der notwendigen Weise beherrscht werden, dass Reaktionen verzögert oder gar nicht kommen. Auch wenn dies jeden Menschen in jedem Alter treffen kann, sind hiervon besonders Senioren und Seniorinnen betroffen.

Fit durch die richtige Ernährung

Vollwertig und ausgewogen zu essen und ausreichend zu trinken ist nicht nur gesund und steigert das Wohlbefinden, sie helfen auch, leistungsfähig zu bleiben. Gerade Autofahrer wissen leichte Kost, die nicht müde macht, zu schätzen. Wer sich hinters Steuer setzen will, sollte vorher nur kleine Portionen essen; Obst, Gemüse, Vollkornbrot und Fisch sind ideal. Die besten Durstlöscher sind Mineralwasser, Saftschorlen oder Früchtetee.

Doch auch wer fit einsteigt, braucht regelmäßige Pausen. Wenn die Konzentration nachlässt, steigt die Gefahr des gefährlichen Sekundenschlafs; eine Pause kann den Kreislauf wieder in Schwung bringen. Legen Sie bei langen Fahrten spätestens alle zwei Stunden eine Rast von 20 bis 25 Minuten ein.

Gehirnjogging

Im Straßenverkehr gibt es immer wieder Situationen, die ein schnelles und sicheres Handeln erfordern. Die Reaktionszeiten sind dabei auch abhängig von der Geschwindigkeit, mit der Informationen wahrgenommen und verarbeitet werden. Mit dem Altern geht eine Verlangsamung der Informationsverarbeitung im Gehirn einher. Auch die Konzentration lässt oft schneller nach. Während eine langsamere Reaktion nicht vermeidbar ist, können die Schnelligkeit der Informationsverarbeitung und die Konzentration trainiert werden.

Wer sein Gehirn immer wieder vor neue Herausforderungen stellt und sein Gedächtnis trainiert, bleibt länger geistig fit. Abwechslungsreiche Übungen, die vor allem die  Reaktionsgeschwindigkeit und die Aufmerksamkeit trainieren und Problemlösungen erfordern, schulen die kognitiven Fähigkeiten. So können auch Merkfähigkeit und Erinnerungsvermögen gestärkt werden. Allerdings ist es wichtig, sich immer wieder neuen und herausfordernden Aufgaben zu stellen – und sich zwischendurch eine Pause zu gönnen.

Sicher-fit-unterwegs

Sicher-fit-unterwegs

Mobil bleiben – sich sicher fühlen!

In unserer Veranstaltungsreihe sicher fit unterwegs erfahren Sie, wie Sie möglichst bis ins hohe Alter Ihre Mobilität und damit Ihre Lebensqualität mit dem Auto, dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erhalten können. Auch im eigenen Heim sollen Sie sich geborgen und sicher fühlen!

Unsere Fachleute von Verkehrswacht, Polizei und Landesapothekerverband Baden-Württemberg geben wertvolle Tipps und Hinweise zu wichtigen Themen der Verkehrsunfall-, Kriminal und Gesundheitsprävention und stehen Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter sicher-fit-unterwegs.de

Fahreignung: Nur fit ans Steuer

Fahrtüchtigkeit ist nicht nur eine Frage des Alters; Krankheit, Stress, Erschöpfung, die berühmte „Tagesform“, aber auch mentale Verstimmungen beeinflussen sie. Dennoch ist unstrittig, dass im Alter eine dauerhafte Fahruntüchtigkeit drohen kann, die durch körperlichen und geistigen Abbau bedingt ist. Daher ist es ratsam, sich gerade im Alter immer wieder zu fragen, wie es einem geht, ob man sich fit fühlt.

Von Autofahrern wird das von der Fahrerlaubnisverordnung gefordert. Sie besagt, dass man bei körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen nur dann am Verkehr teilnehmen darf, wenn andere nicht gefährdet werden. Schon ein verspannter Nacken, sorgenvolle Gedanken, die ablenken, oder die Einnahme von Erkältungsmitteln können sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken. Da ist es ratsam, das Auto oder das Fahrrad stehen zu lassen und Alternativen zu suchen.

Regelmäßig zum Gesundheitscheck

Regelmäßige Gesundheitschecks – in jedem Alter! – dienen dazu, mögliche Erkrankungen frühzeitig zu entdecken und zu behandeln. Besonders Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes können dadurch rechtzeitig therapiert werden. Ein umfangreicher Gesundheitscheck gibt neben dem allgemeinen Gesundheitszustand auch Auskunft über die körperliche Fitness und Beweglichkeit, über Aufmerksamkeit und Reaktionsgeschwindigkeit.

Fahrtüchtigkeit - Fahreignung

Fahrtüchtigkeit bezeichnet die momentane geistige und körperliche Fähigkeit, ein Kraftfahrzeug im Verkehr sicher zu führen. Fahreignung bezieht sich auf die grundsätzliche Fähigkeit, dies sicher zu tun. Krankheiten können vorübergehend fahruntüchtig machen, doch nach einer erfolgreichen Therapie ist die Fahruntüchtigkeit in der Regel wieder aufgehoben. Diabetiker etwa dürfen bei einer Einstellung nach einer erstmaligen Stoffwechselentgleisung wieder Auto fahren. Bei einer Neigung zu schweren Stoffwechselentgleisungen hingegen sieht der Gesetzgeber beispielsweise keine Fahreignung mehr gegeben, das Autofahren ist damit verboten.

Die Zeichen der Zeit erkennen

Irgendwann im Leben stellen sich bei jedem Menschen die ersten Zipperlein oder eine ernste Erkrankung ein. Inwiefern wir dann noch sicher ein Auto lenken können, muss im Einzelfall entschieden werden. Es gibt eine Reihe von Anzeichen dafür, wann ein sicheres Fahrverhalten nicht mehr gegeben ist.

So wie Veränderungen der Leistungsfähigkeit oft lange unbemerkt bleiben, verändert sich auch das Fahrverhalten meist langsam. So fahren ältere Menschen häufig langsamer und defensiv und meiden schwierige Verkehrssituationen. Auch die Fahrleistung verringert sich und reduziert sich immer weiter auf Besorgungsfahrten und bekannte Strecken.

Das allein sind keine Anzeichen mangelnder Fahreignung. Anders ist es, wenn es zu Auffälligkeiten kommt, zum Beispiel zu vermehrten Beinahe- und Bagatellunfällen, Missachten von Verkehrszeichen und Ampelsignalen oder häufigem Verfahren, auch auf bekannten Strecken.

Wenn Angehörige diese Anzeichen beobachten, sollten sie handeln und eine Gelegenheit herbeiführen, um dieses sensible Thema mit dem Partner oder den Eltern zu besprechen. Oft ist es gut, langjährige Weggefährten und Nachbarn um Unterstützung zu bitten. An erster Stelle steht hier der Hausarzt, der das Thema bei der nächsten Untersuchung ansprechen und es aus ärztlicher Sicht untermauern kann. Ausführliche Untersuchungen zur Fahreignung bieten Haus- und Fachärzte mit der Zusatzqualifikation für Verkehrsmedizin und die Begutachtungsstellen für Fahreignung. Rückmeldungen zur Fahreignung bekommt man auch bei einer Fahrstunde mit einem Fahrlehrer.

Alternativen bieten

Angehörige, deren Bemühungen nicht gleich den erwünschten Erfolg zeitigen, sollten nicht gleich mit dem Entzug des Führerscheins drohen – das ist oftmals nicht gerechtfertigt und für den Betroffenen oft ein persönliches Drama. Besser ist es, Alternativen zu bieten, damit der Betroffene sich von dem Gedanken verabschieden kann, auf das Auto „unbedingt“ angewiesen zu sein. Wenn Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn bereit sind, Besorgungen zu erledigen oder ihn zum Einkaufen, zu Freizeitaktivitäten oder zur Arztpraxis zu fahren, ist schon viel getan. Auch ein gemeinsamer Gang zur Bushaltestelle und dem Fahrkartenautomaten kann viel bewirken.

Mancherorts gibt es Anrufsammeltaxis oder Bürgerbusse, in anderen Kommunen engagieren sich kirchliche und soziale Einrichtungen sowie Wohlfahrtsverbände und bieten Fahrdienste, zum Beispiel zum sonntäglichen Gottesdienst an.

Quelle: DVW

Mobil bleiben, aber sicher!

Mit dem Bundesprojekt „Mobil bleiben, aber sicher!" trägt die DVW der Tatsache Rechnung, dass ältere Menschen einerseits über einen reichen Erfahrungsschatz verfügen. Andererseits treten jedoch im Laufe der Jahre körperliche Defizite auf, die die Fahrsicherheit beeinträchtigen. Insbesondere schleichende körperliche Veränderungen, wie das Nachlassen der Sehkraft oder des Hörvermögens, werden von den Betroffenen oft lange nicht bemerkt.

Hier setzen die Verkehrswachten mit ihren Maßnahmen an. Ziel ist es, das Bedürfnis nach Mobilität mit dem Wunsch nach Sicherheit und dem Erkennen der eigenen Grenzen auch im Alter in Einklang zu bringen. Daher wird in dem Projekt „Mobil bleiben, aber sicher!" nicht nur trockene Theorie vermittelt, sondern hier heißt es: Mitmachen und selbst Erleben!

Die Verkehrswachten bieten älteren Menschen die Möglichkeit, mit erlebnisorientierten Lernformen, in Tests und praxisnahen Übungen jeglicher Art, die eigenen Probleme der Verkehrsteilnahme aus einer anderen Sicht zu sehen und Lösungen zu finden.

Beispielsweise bieten Verkehrssicherheitstage für Senioren die Gelegenheit, das eigene Leistungsvermögen unverbindlich zu testen. Bei Seh- und Reaktionstests können die Besucherinnen und Besucher ihre Fähigkeiten überprüfen. Die Reaktionstestgeräte zeigen, wie lang der Anhalteweg vom Erkennen der Gefahr bis zum Stillstand des Fahrzeugs ist. An Fahrsimulatoren können die Teilnehmer erfahren, wo ihre individuellen Leistungsgrenzen liegen. Darüber hinaus können die örtlichen Verkehrswachten nützliche Informationen und Tipps zu vielfältigen Fragen geben, die sich aus dem Erlebten ergeben.

Quelle: DVW

Seniorenberater

Eine Frage – und die Sucherei beginnt: Wer kann mir Auskunft geben über die neuesten Änderungen in der Straßenverkehrsordnung? Wer kann mich zum Thema Fahrerassistenzsysteme beraten? Wer hilft mir, wenn ich nicht weiß, wie ich als Verkehrsteilnehmer fit bleibe? Und Qualität in der Auskunft und Beratung darf auch nicht fehlen

Genau hier setzt die Arbeit der „Seniorenberater“ der DVW an. Sie sind vor Ort tätig und kennen Antworten auf alle Fragen rund um die sichere Mobilität im Alter. Sie stehen für Einzelgespräche ebenso zur Verfügung wie für eine Vielzahl von Aktivitäten. Und sie stehen im Mittelpunkt eines Netzwerks von Experten und können so bedarfsgerechte, individuelle Programme zusammenstellen – denn als Netzwerker schöpfen sie aus dem „Vollen“, aus der Fülle kompetenten Wissens unterschiedlicher Fachrichtungen.

So funktioniert dieses Angebot: Seniorenberater stehen im engen Kontakt zu Experten aus den verschiedenen Bereichen, die alle etwas mit Verkehrssicherheit zu tun haben: Zu Ärzten, die über alters- oder krankheitsbedingte Veränderungen bei Leistungsfähigkeit und Gesundheit berichten können, zu Kfz-Experten, die die Funktionsweise von Navigationsgeräten erklären und über Fahrerassistenzsysteme für Senioren sprechen können, zu Polizeibeamten, die über neue Verkehrsregeln aufklären können. Auch Optiker und Hörgeräteakustiker, Apotheker und viele andere Experten sind in dem Netzwerk des Seniorenberaters aktiv.

Wenn Sie eine Veranstaltung zu einem speziellen Thema wünschen, kann der Seniorenberater vor Ort diese kompetent besetzen – denn er kennt Menschen, die ihre beruflichen und menschlichen Erfahrungen einbringen.

Die Veranstaltungen sind für die Teilnehmer kostenlos. Bitte wenden Sie sich an Ihre Verkehrswacht vor Ort, wenn Sie Interesse an einer Veranstaltung haben.

Quelle: DVW

sicher mobil

sicher mobil

Wie fahre ich bei ungünstigen Sicht- und Wetterbedingungen sicher Auto? Wie bin ich als Fußgänger auch im Dunkeln gut sichtbar und sicher? Und wie kann ich mich in dem wachsenden Verkehrsaufkommen sicher fortbewegen? – Diese und viele weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der „sicher mobil“-Veranstaltungen, die von speziell ausgebildeten Moderatoren der örtlichen Verkehrswachten angeboten werden.

So vielschichtig die Bedürfnisse der Zielgruppe sind, so breit ist die Palette der Themen, die das Programm „sicher mobil“ aufgreift. Dank des inhaltlich sehr flexibel handhabbaren Programms sind die Verkehrswacht-Moderatoren auf sehr unterschiedliche Aspekte und Fragestellungen vorbereitet – gleich, ob es sich um Pkw-, Motorrad- oder Fahrradfahrer handelt, um Fußgänger oder Nutzer von öffentlichen Nahverkehrssystemen. Das können Fragen danach sein, wie man als Radfahrer nach der Winterpause wieder seine alte Bestform erreicht, welche Fahrerassistenzsysteme nützlich sind oder wie man Wege sinnvoll plant.

Bestandteil aller Veranstaltungen sind die Themen Leistungsfähigkeit, Gesundheit und das soziale Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmergruppen. Zu den weiteren Schwerpunkten gehören – je nach Interesse der Teilnehmer – Sicht und Wetter, Technik und Ausstattung verschiedener Verkehrsmittel und neue rechtliche Regeln.

In Gesprächsrunden vermitteln die Moderatoren den Teilnehmern Kenntnisse zur sicheren Verkehrsteilnahme. Dabei können die Teilnehmer mehr über die individuellen Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erfahren. Sie setzen sich aktiv mit ihren konkreten Problemen und Ängsten im Straßenverkehr auseinander und diskutieren und erarbeiten gemeinsam Lösungen.

Die Veranstaltungen sind kostenlos. Bitte wenden Sie sich an Ihre Verkehrswacht vor Ort, wenn Sie Interesse an einer Veranstaltung haben.

Quelle: DVW

Sicher unterwegs mit dem Rollator

Mit zunehmendem Alter lassen die körperlichen Kräfte nach. Oft fällt schon das sichere Gehen schwer oder Gleichgewichtsprobleme machen sich bemerkbar. Da Rollatoren Halt beim Stehen und Gehen bieten, können sie dazu beitragen, die selbständige Mobilität zu Hause oder unterwegs zu bewahren.

Doch im Straßenverkehr sehen sich Rollator-Nutzer häufig Schwierigkeiten gegenüber: Ein hoher Bordstein muss ebenso gemeistert werden wie der Einstieg in einen Bus oder das richtige Manövrieren zwischen parkenden Autos hindurch.

Viele Verkehrswachten bieten Beratung und praktische Hilfe für Rollator-Nutzer an. Experten zeigen die richtige Handhabung und helfen, mit dem neuen Lebensgefährten vertraut zu werden. Für den Einstieg haben wir hier einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Richtig eingestellt
Zur richtigen Höheneinstellung des Rollators stellt man sich aufrecht und mit locker hängenden Armen zwischen die hinteren Räder. Korrekt eingestellt ist der Rollator, wenn sich die Handgelenke auf gleicher Höhe mit den Handgriffen befinden und die Griffe mit leicht gebeugten Armen umfasst werden können. So genutzt, gibt es auch bei längeren Ausflügen keine Verspannungen im Schulter-Nackenbereich. Wenn aus therapeutischen Gründen eine andere Einstellung nötig ist, hilft der Fachhandel.

Richtig mit dem Rollator bewegt sich, wer die Füße auf gleicher Höhe wie die hinteren Räder hat und „mit dem Rollator“ geht.

Bremsen und Sichern
Zur eigenen Sicherheit sollten die Bremsen des Rollators vor jeder Nutzung auf einwandfreie Funktion geprüft werden. Beim Stehenbleiben, Parken, Hinsetzen und Aufstehen muss die Feststellbremse betätig werden.

Sichtbarkeit
Gerade bei schlechten Sichtverhältnissen sollten Rollator-Nutzer helle und reflektierende Kleidung tragen, damit andere Verkehrsteilnehmer sie rechtzeitig erkennen und entsprechend reagieren können. Auch der Rollator selbst sollte mit reflektierendem Material oder zusätzlicher Beleuchtung – am besten mit integriertem Dämmerungssensor – ausgestattet werden.

Einen geeigneten Rollator finden
Stabilität, Gewicht, richtige Bereifung, eine einfache Handhabung beim Zusammenfalten und Verstauen, aber auch sinnvolles Zubehör gehören zu den Aspekten bei der Auswahl eines Rollators. Im Fachhandel erhält man kompetente Beratung und kann verschiedene Modelle ausprobieren.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für einen Standard-Rollator, der samt Einweisung und Service für drei bis fünf Jahre vom Sanitätsfachhandel zur Verfügung gestellt wird. Für Sonderwünsche fallen Zuzahlungen an.

Zubehör
Neben Sicherheitszubehör wie Lampen, Reflektoren und Klingel gibt es eine breite Palette an weiterem Zubehör. Informieren Sie sich, was für Sie sinnvoll ist, etwa eine Ankipphilfe, ein einstellbarer Rückengurt, ein Stock- und Schirmhalter oder ein Schloss. Viele Rollatoren haben einen Korb oder eine Netztasche, was zu schweren Einkäufen verleitet – doch Vorsicht! Wenn es zu Ungleichgewicht kommt, ist das Gefährt nicht mehr sicher steuerbar.

Wartung
Wie ein Fahrrad müssen auch Rollatoren regelmäßig vom Fachhandel überprüft und beispielsweise die Bremsen nachjustiert werden.

Fit mit dem Fahrrad

Das Programm „Fit mit dem Fahrrad" ist ein Angebot an Radfahrende, die seit Jahren regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs oder auf ein Pedelec umgestiegen sind. Gleichzeitig richtet es sich an Radler, die nach einer Pause das Radfahren wieder aktiv betreiben wollen.

„Fit mit dem Fahrrad“ bietet den Teilnehmenden Gelegenheit, gemeinsam mit anderen die Grundlagen und Anforderungen des Fahrradfahrens zu trainieren und ihre Beweglichkeit und Koordination zu verbessern. In einem Geschicklichkeitsparcours können die Teilnehmer ihre Fahrradkompetenzen erweitern und so auch schwierigere Anforderungen beim Fahrradfahren mit Leichtigkeit bewältigen. Auf Wunsch können auch Pedelec-Kurse angeboten werden.

Die Übungseinheiten setzen systematisch dort an, wo sich durch Routine mangelnde Aufmerksamkeit einschleicht. Dabei werden Ausdauer und Geschicklichkeit ebenso unter die Lupe genommen, wie Wahrnehmungsfähigkeit und Konzentrationsvermögen. Das Ausprobieren in der Gruppe ermöglicht den Teilnehmern ein eigenes Erleben und den Austausch untereinander. Einfache Übungen für den Alltag verstärken den Trainingseffekt.

Unfälle mit den Senioren

Ältere Menschen zählen zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern. Die altersbedingt nachlassende körperliche Widerstandskraft, unsicherer werdende Bewegungsabläufe oder zunehmende Reaktionsschwächen führen dazu, dass Senioren überproportional häufig in schwere Unfälle verwickelt sind. Während sie verhältnismäßig seltener bei Unfällen verunglücken als jüngere Verkehrsteilnehmer, ist ihr Risiko, bei einem Unfall oder an dessen direkten Folgen zu sterben, etwa drei Mal so hoch wie in jüngeren Altersgruppen. So waren laut Statistischem Bundesamt 12,1 Prozent aller im Jahr 2014 auf deutschen Straßen verunglückten Menschen über 64 Jahre alt. Bei den Getöteten lag ihr Anteil mit 29,2 Prozent deutlich höher.

Sofern über 64-Jährige als Pkw-Fahrer an einem Unfall beteiligt waren, trugen sie in zwei Drittel (66,8 Prozent) der Fälle die Hauptschuld an dem Unfall, bei den 75-Jährigen und älteren waren es 74,9 Prozent. Die häufigsten Unfallursachen bei den Senioren waren „Vorfahrtsfehler“ (17,9 Prozent) sowie Fehler beim „Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren“ (16,8 Prozent). Andere Gründe, die vor allem bei jüngeren Fahrern ursächlich zu Unfällen führten, wie Abstandsfehler, falsches Verhalten gegenüber Fußgängern oder nicht angepasste Geschwindigkeit, spielten dagegen eine geringere Rolle.

Häufigstes Fehlverhalten von Senioren als Fußgänger war das „falsche Verhalten beim Überschreiten der Fahrbahn“ (80,0 Prozent). In knapp zwei Dritteln dieser Fälle achteten die Senioren dabei nicht auf den Fahrzeugverkehr (65,0 Prozent).

Mitmachen!

Sie möchten selbst aktiv werden und sich als Mitglied Ihrer Verkehrswacht vor Ort für ältere Menschen engagieren? Dann werden Sie Moderator für unser Zielgruppenprogramm oder engagieren Sie sich als Seniorenberater und werden eifriger Netzwerker!

Der „sicher mobil“-Moderator

Ihre Aufgabe als „sicher mobil!“-Moderator ist die Organisation und Durchführung von Gesprächskreisen für Senioren, die meistens nachmittags oder abends stattfinden.

In Gesprächsrunden vermitteln Sie den Teilnehmern Kenntnisse zur sicheren Verkehrsteilnahme. Sie sprechen mit den Teilnehmern über deren konkrete Probleme und Ängste und finden im Gespräch individuelle Lösungen.

Als künftiger Moderator benötigen Sie Kenntnisse in allen Verkehrsteilnahmearten. Wir setzen bei unseren Moderatoren die Bereitschaft voraus, sich ausführlich zu informieren und sich immer wieder weiterzubilden. Ihre Grundausbildung erhalten Sie in einem 3-tägigen Seminar. Die Ausbildung ist kostenlos.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Verkehrswacht oder an die in Ihrem Bundesland tätige Landesverkehrswacht.

Der Seniorenberater

Wenn Sie bereits als „sicher mobil“-Moderator tätig sind, ist vielleicht auch die Arbeit als Seniorenberater für Sie interessant.

Als Seniorenberater bauen Sie vor Ort ein Netzwerk auf. Das bedeutet, dass Sie als Seniorenberater nicht der „allwissende Experte“ sind, sondern vielmehr ein sensibler und kommunikativer Akquisiteur und flexibler Moderator, der aus einer Fülle thematischer Bausteine individuelle Programme zusammenstellt.

Als „sicher mobil“-Moderator können Sie sich in einem zweitägigen Seminar zum Seniorenberater ausbilden lassen. Sie lernen dabei, wie man Netzwerke bildet und pflegt, und erhalten zahlreiche wertvolle Informationen für Ihre Arbeit vor Ort. Auch „Öffentlichkeitsarbeit“ steht auf dem Weiterbildungsplan. Die Weiterbildung ist kostenlos.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Verkehrswacht oder an die in Ihrem Bundesland tätige Landesverkehrswacht.