Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.

Mit Sicherheitstrainings gewappnet in den Winter

Stuttgart, 14. November 2017: Im Winter fordern Schneetreiben, Glatteis oder extreme Lichtverhältnisse Autofahrer besonders heraus. Fahrsicherheitstrainings helfen, diese Aufgaben zu meistern, denn dort wird in geschützten Bereichen das richtige Verhalten in brenzligen Situationen eingeübt. Der Fahrer lernt, im Straßenverkehr besser zu reagieren und Unfälle zu vermeiden.

Im Winter fordern Schneetreiben und Glatteis Autofahrer besonders heraus.

Hartfrid Wolff, Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg (LVW): „Viele Autofahrer glauben, dass sie ihr Fahrzeug souverän beherrschen. Aber die meisten unterschätzen, wie schon eine Vollbremsung auf glatter Straße oder ein Ausweichmanöver ihre Fahrkünste übersteigen kann. Zeit zum Nachdenken bleibt da nicht. Man muss die Situation in Sekundenschnelle richtig einschätzen und reagieren. Das braucht Übung.“

Kennen, um zu erkennen

Der Grundsatz eines Fahrtrainings lautet: Gefahren erkennen – vermeiden – bewältigen. Deshalb ist das Ziel, nicht nur seine eigenen Fahrfertigkeiten auf die Probe zu stellen und zu verbessern, sondern auch sein Fahrzeug richtig kennenzulernen. Ausgebildete Fahrsicherheitstrainer vermitteln darum auch theoretisches Wissen zu Fahrphysik, erklären technische Besonderheiten eines PKW (beispielsweise Fahrerassistenzsysteme) sowie den Einfluss von Umweltfaktoren. Kern eines Trainings ist immer, das eigene Verhalten im Zusammenhang mit seinem Fahrzeug direkt zu erfahren. Auch unter erschwerten Bedingungen, die künstlich geschaffen werden, muss ein Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug behalten.

Können durch üben

Auf einem Trainingsgelände werden spezielle Verkehrsbedingungen nachgestellt. In diesen Szenarien lernen die Teilnehmer beispielsweise, auf einer rutschnassen Fahrbahn eine Vollbremsung zu machen, ohne dass das Fahrzeug ausbricht, oder einem plötzlich vor ihnen auftauchenden Hindernis auszuweichen. Da es ein Übungsgelände ist, haben die Teilnehmer keine Gefährdung zu befürchten. Aber nicht nur die Beschaffenheit der Fahrbahn wird verändert, der Trainer variiert auch seine Anweisungen an die gefahrene Geschwindigkeit, Hindernisse oder Streckenverläufe. Am Ende eines Trainings soll jeder Teilnehmer optimal auf eine Gefahrensituation reagieren können und die Grenzen seines Fahrzeugs kennen.